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Diamanten


Vor mehr als 2.800 Jahren wurden die ersten Diamanten in Indien entdeckt. Die moderne Diamantindustrie hat ihren Ursprung in der Entdeckung der Diamantminen in Südafrika im 19. Jahrhundert. Heute werden in den vier wichtigsten Diamantförderländern Australien, Zaire, Botswana und der Sowjetunion mehr als 80 Prozent der Rohdiamanten gewonnen. Auf bisher nicht bekannte Weise kristallisierte der Kohlenstoff vor Milliarden von Jahren unter enormer Hitze und Druck im Schmelztiegel glühender Lava tief im Erdinnern zu Diamanten.

Dieser kristallisierte Kohlenstoff wurde nach oben geschleudert, durchbrach den Erdmantel des Vulkans und kühlte in den Kimberlitschloten an der Erdoberfläche ab.

Diese Schlote sind heute die Hauptfundstellen für Diamanten und sind deshalb so selten, weil nur wenige Steine die gefahrenvolle Reise vom Erdinnern zur Oberfläche überstanden haben.


Ein ungeschliffener Diamant sieht oft einem Kieselstein so ähnlich, dass ihn die meisten auf Anhieb nicht unterscheiden können. Es hängt vom Können des Schleifers ab, das im Diamanten verborgene Feuer zu entfachen. Es wird Sie sicher überraschen, dass, trotz der in den letzten Jahren gestiegenen Diamantenförderung, seit Beginn geschichtlicher Überlieferung erst insgesamt 350 Tonnen Diamanten gewonnen werden konnten.
Hierbei ist zu berücksichtigen, dass nur ungefähr die Hälfte der zur Zeit geförderten Diamanten für Schmuckzwecke geeignet ist und wiederum davon nur ein geringer Anteil nach dem Schleifen größer ist als ein Streichholzkopf.

Die relativ geringen Mengen von Schmuck- und Industriediamanten zu entdecken ist selbst mit moderner Technologie nicht einfach. Im Durchschnitt müssen ca. 250 Tonnen Gestein aus den Kimberlitschloten bearbeitet werden, um einen einzigen Schmuckdiamanten zu gewinnen, der nach dem Schleifen noch ein Gewicht von einem Carat hat.